Konrad Hoffmann | 3. Bester Trader der Welt?!

Konrad Hoffmann | 3. Bester Trader der Welt?!

Interview

Ich hatte das Glück, mit Konrad Hoffman zusammen zu sitzen zu dürfen – einem echten Trader! In Zeiten, in denen alle STAR-Trader auch immer Coaches sind und nur verkaufen wollen, war es sehr berauschend, einfach mal übers Trading zu reden. Er hat bei den letzten Trading-Weltmeisterschaften in Barcelona den 3. Platz erreicht und konnte auch bei den deutschen Dax-Trading-Meisterschaften überzeugen.
Auch wenn er bei seinem Trading-Ansatz nicht zu sehr ins Detail gehen wollte, war das Gespräch sehr aufschlussreich und hat mir persönlichen großen Spaß gemacht.
Ein Zitat aus unserem Gespräch wird mir höchstwahrscheinlich lange im Gedächtnis bleiben: “Alles, was kein Geld kostet: hemmungslos ausprobieren.”

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Kommentieren.

 

Warmup: 10 kurze Fragen zum Auflockern

Was gab es bei dir heute zum Frühstück?
Mohnsemmel mit Bierkugel, eine Gewürzgurke und Kaffee

Sport oder Couch?
Couch

Was bestellst du in einer Bar?
Frisches Hefeweizen vom Fass

Welches Buch würdest du zum Kauf weiterempfehlen, dass dich persönlich in der Vergangenheit motiviert bzw. inspiriert hat?
Bodo Schäfer: „Endlich mehr verdienen“

Netflix, Sky, Amazon und Co. sorgen immer häufiger dafür, dass wir für nichts mehr Zeit haben. Bei welcher Serie bleibst du derzeit hängen?
Ich bin vom Serienfieber nicht befallen!

Wen oder was zitierst du am häufigsten?
Eddy Murphy, Austauschstudent aus Kamerun?!

2018 werde ich …
mich noch einmal für die CFD-und FOREX Trading-Weltmeisterschaft qualifizieren

Bitcoins – Investor oder Kritiker?
Investor

Trump ist …
einer, der seinem Vater vorwirft unfair zu sein, weil er das Darlehen, das er dem jetzigen Präsidenten der USA gewährte, zurückverlangte.

Glück und Trading …
können manchmal zusammenpassen, kommt aber seltener vor als gedacht

 

Konrad Hoffmann: Schluss mit Lustig – Jetzt wird es ernst!

Redaktion: Wenn du auf einer Party gefragt wirst, “Was machst du eigentlich beruflich?”, wie sieht deine Antwort aus?

Konrad Hoffmann: Ich bin momentan auf Berufssuche. Ich habe die Auswahl zwischen Bauzeichner, IT-Systemelektroniker oder Trader.

Redaktion: Seit wie vielen Jahren bist du jetzt an den Märkten aktiv und mit welchen Produkten hast du angefangen?

Konrad Hoffmann: Die ersten Aktien habe ich am 28.6.90 gekauft. Also vor 27 Jahren. Es waren 3 Stück Kali&Salz.

Redaktion: Wie würdest du deinen Tradingstil in ein paar Sätzen zusammenfassen?

Konrad Hoffmann: Ich weiß nicht, welcher Stil das benennt. Aber die Chance, eine Verdopplung in einer bestimmten Zeit hinzulegen, lässt mich nicht los. Danach muss der Markt, der Broker und die wenigen Indikatoren stimmen.

Redaktion: Wie sieht dein perfekter Arbeitstag aus. Welche Rolle spielen hierbei unterstützende Medien wie Charts und News?

Konrad Hoffmann: Der erste Blick geht natürlich bei meinem Brokerkonto auf die Charts der Nacht. Das passiert zwischen 06.00 Uhr und 08.00 Uhr. Tagsüber schaue ich sporadisch bei “Godmode” vorbei. Habe dort aber kein Abo oder so. Wichtige Nachrichten, wie zum Beispiel EZB, Nonfarm Payrolls versuche ich zu vermeiden.

Redaktion: Was muss passieren, dass du einen Tag nicht tradest? (Krankheit, Verlust am Vortag, …)

Konrad Hoffmann: An solchen Tagen kann ich aufgrund von privaten Terminen nicht im Office sein. Man kann natürlich auch alles am Handy erledigen wie Einstieg/Ausstieg/Ändern, aber ich erledige das lieber mit Bedacht am PC.

Redaktion: Was führt dazu, dass du deinen Tradingtag abbrichst/ vorzeitig beendest?

Konrad Hoffmann: Also bei einem Drawdown von 10% ist ganz schnell Schluss mit lustig.

Redaktion: Was kommt dir bei dem Wort “Risikomanagement” als erstes in den Sinn?

Konrad Hoffmann: STOPP SETZEN, IMMER.

Redaktion: Angenommen du könntest die Zeit zurückdrehen und deinem Trading-Anfänger-Ich zwei Tipps geben, welche wären das und wie alt warst du damals?

Konrad Hoffmann: Alles, was kein Geld kostet, hemmungslos ausprobieren. Gleichzeitig aber auch mit echtem Geld Fonds, Aktien usw. kaufen, um die Basics, die beim Kauf und Verkauf bestehen, zu verstehen – inklusive echter Verluste aber natürlich auch Gewinne.

 

Konrad Hoffmann: Live-Trading vs. Demo-Trading

Redaktion: Welchen Unterschied gibt es zwischen einem Demo- und einem Echtgeldkonto?

Konrad Hoffmann: Im Demo kannst Du 1 Million versenken, nur Dein Ego leidet. Im Echtgeld tut jeder Cent weh. Das kann echte körperliche Schmerzen verursachen. Das in eine gesunde Balance zu bringen, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Redaktion: Im Home-Office kannst du machen was du willst und keiner Verurteilt dich. Bei den Trading-Weltmeisterschaften hast du öffentlich im Webcast gehandelt und jeder deiner Schritte konnte eingesehen und auch kommentiert werden. Wie hat das dein Trading beeinflusst?

Konrad Hoffmann: Also nach 24h war das nicht mehr wirklich ein Thema. Ich war die ganze Zeit mit mir selbst beschäftigt.

Redaktion: Welche Lehren hast du selbst aus dem Trading bei den Weltmeisterschaften und deutschen Trading-Meisterschaften gezogen? Kannst du uns von ein paar Erfahrungen berichten?

Konrad Hoffmann: Naja. Ich war zu sehr auf Sicherheit bedacht. Statt im richtigen Moment, der auch gegeben war, Profit zu machen, wollte ich Verluste begrenzen. Das zeigte sich ja auch schon vorher bei Deinem Wettbewerb, Platz 11 beim Risikomanager.

 

Konrad Hoffmann: Abschließende Worte und Tipps für unsere Leser

Redaktion: Angenommen du hast 2 Stunden, um einen “blutigen Anfänger” auf die nächsten Deutschen Trading-Meisterschaften vorzubereiten, wie würdest du starten?

Konrad Hoffmann: Zwei Stunden sind nicht sonderlich viel Zeit und es geht bei einem solchen Coaching wahrscheinlich darum, dass der Anfänger nicht sofort sein Geld verliert. Aus diesem Grund würde ich das Treffen so gliedern:

Einstieg/Ausstieg
Hebel abklären
Prozentrechnen
Ziele für die ersten Stunden gemeinsam erarbeiten
Ausblick des Marktes
News (Auswirkungen und Einfluss)
Chart (der richtige Blick auf den Chart)

Redaktion: Bei welchem Broker tradest du und warum hast du diesen gewählt?

Konrad Hoffmann: CMC Markets. Ich finde die Handelsplattform, Konditionen, Instrumente, und Indikatoren sehr gut.

 

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DEUTSCHE TRADING-MEISTERSCHAFTEN: INTERVIEW MIT DENNIS MASCHE – DEM BESTEN RISIKOMANAGER 2016!

DEUTSCHE TRADING-MEISTERSCHAFTEN: INTERVIEW MIT DENNIS MASCHE – DEM BESTEN RISIKOMANAGER 2016!

Interview

 

Die zweite Runde der Deutschen Trading-Meisterschaften steht vor der Tür! Den besten Risikomanager des letzten Jahres haben wir für euch noch einmal ausgefragt. Dennis Masche stand uns Rede und Antwort. Er hat sich auch bereiterklärt eure Fragen zu beantworten. Hinterlasst dazu einfach einen Kommentar unter dem Artikel.

 

Hallo Dennis Masche,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast uns ein paar Fragen zu beantworten. Zum Warm-Up starten wir mal mit ein paar Fragen zum locker werden und damit unsere Leser dich auch persönlich besser kennenlernen.

 

Warm-Up: Wer ist Dennis Masche?

Was gab es bei dir heute zum Frühstück?
Heute zum Frühstück, naja normalerweise frühstücke ich nicht so oft. Wenn ich frühstücke, hätte ich mir ein Müsli mit Rosinen und einer frischen Banane gemacht. Dazu einen schwarzen Kaffee, der mir erst den Start in den Tag erlaubt

Sport oder Couch?
Lieber Sport, da ich finde, dass wir in der modernen Zeit viel zu wenig tuen, was uns und unserm Körper/Geist zugutekommt.
Ich hasse es nur rumzusitzen. Ich möchte mein Leben nicht auf einer Couch oder vorm TV-Gerät verbringen und möchte etwas tun, was erleben. Das Leben ist zu wertvoll, um es langweilig zu verbringen.
Deshalb würde ich immer Sport vorziehen, am besten an der frischen Luft. Ich gebe zu, dass es in Frankfurt nicht immer so „frisch“ ist, aber in meiner Heimat, dem Weserbergland, kann man wunderbar laufen und wandern gehen.
Würde ich mich auf die Couch setzen, dann würde ich mir höchstwahrscheinlich meinen Laptop nehmen und arbeiten.

Was bestellst du in einer Bar?
Ein Ipanema; das ist ein alkoholfreier Mochito. Früher war ich öfters unterwegs, aber mit der Zeit und dem Drang nach Erfolg, sitze ich lieber am Schreibtisch als an der Bar.

Welches Buch und welche Serien darf man nicht verpassen?
Bücher: Der große Gatsby (The great Gatsby)!!!!
DVDs: House of Cards, Suits, White Colour, The man in the high Castle

 Jason Bourne oder James Bond?
Natürlich James Bond. Ich kann Matt Damon in seiner Rolle nicht ernst nehmen, da ich ihn immer mit Will Hunting aus Good Will Hunting assoziiere.
James Bond ist einfach Klassik, Ian Flemings Roman Figur ist einfach gesagt nur genial.

CFD oder Future?
Ich bin mit CFDs groß geworden. Future haben Vorteile und sollten nur ab einem gewissen Kapital gehandelt werden, so wie CFDs auch.

 

 

SCHLUSS MIT LUSTIG – JETZT WIRD ES ERNST!

Jetzt verlassen wir die Phase des Smalltalks und werden etwas ernster. Als einer der besten Trader Deutschlands wollen wir natürlich mehr über deinen Handelsansatz erfahren und wissen, wie wir dir bei der nächsten Runde der Deutschen Trading-Meisterschaft deinen Titel streitig machen können.

 

InsideTrading: Dennis, wenn Leute dich auf einer Party fragen, “Was machst du beruflich?”, was antwortest du denn?

Dennis Masche: Ich antworte den Menschen, dass ich selbstständig mit Wertpapieren und Derivaten handle. Viele sagen dann: „Du bist Broker!“

Das muss ich dann erstmal klarstellen. Viele denken nämlich immer, dass der im Jahr 2013 erschiene Film „The Wolf of Wall Street“ Lifestyle auch in der Realität dem Leben eines Traders entspricht. Das stimmt aber nicht – zumindest nicht für mich.

 

InsideTrading: Seit wie vielen Jahren bist du jetzt an den Märkten aktiv und mit welchen Produkten hast du angefangen?

Dennis Masche: Aktiv bin ich bald seit 4 Jahren. Wenn ich jetzt zurückblicke, dann fühlt es sich schon komisch an. Ich bin damals eine komplett andere Person gewesen. Mit der Zeit habe ich mich einfach entwickelt: vom anfänglichen Handel mit mini-CFDs und Forex über den Handel von Aktien, Zertifikaten und ab und zu mal Optionen. Es ist einfach interessant, wie ich und mein Kapital mit der Zeit gewachsen sind. Ich finde eine Reinvestition auch ganz vernünftig, denn sonst weiß man nicht viel mit dem neuen „Reichtum“ anzufangen, außer ihn in Irration zu veräußern oder sich Sachen zu kaufen.

Ich dachte früher auch so: „Schnelles Geld kann man an der Börse machen!“

Mit der Zeit hat sich gezeigt, dass dieses nicht der Fall ist und ich nicht nur in Aktien sondern auch in mich investieren sollte. Zeit und Fleiß sind wichtige Faktoren. Das wusste ich früher nicht.

 

InsideTrading: Erinnerst du dich noch an deinen ersten Kauf?

Dennis Masche: Mein erster Trade war der DAX. Ich habe ihn damals geshortet, das weiß ich noch ganz genau. Damals war ich eher pessimistisch gegenüber dem Markt und habe mich viel an Analystenmeinungen gehalten. Heute weiß ich, dass es auch diese „Börsen-Profis“ nicht immer drauf haben. Das war ein sehr naives Denken.

 

InsideTrading: Wie sieht der perfekte Trading-Tag für dich aus und welche Rolle spielen die Nachrichten dabei?

Dennis Masche: Zuerst muss ich sagen: Es gibt keinen perfekten Trading-Tag. Es gibt gute Tage, an denen man keinen Verlust macht und dann gibt es gute Tage, von denen man lernen kann.

Im Großen und Ganzen ist es so: Ich stehe auf, am besten vor meinem Wecker, mache mir einen Kaffee, höre etwas Musik, schaue nebenbei Bloomberg.

Nachdem das Koffein wirkt, schaue ich mir die Kurse an, was ist in der Nacht passiert, was hat den Markt beeinflusst.

Dann nehme ich mir einen Zettel und schreibe mir Szenarien für den Tag und das Produkt handel ich dann, je nachdem, wie sich der Chart verändert.

Natürlich darf ich nicht die News Veröffentlichung vergessen, aber die ist dort schon mit eingeplant.

Nachdem ich meinen ersten Trade getätigt habe, schaue ich mal etwas in mich. Wie fühle ich mich, was sagt mein heutiges Wohlbefinden dazu?

Geht es mir gut so wie ich trade, habe ich Spaß oder werde ich gar übermütig?

So trade ich, bis ich keine Ambitionen mehr habe. Dann bereite ich den Tag nach und schaue mir an, welche Positionen trotz Gewinn schlecht und welche trotz Verlust gut waren und anders herum.

 

InsideTrading: Was muss passieren, dass du einen Tag nicht tradest? (Krankheit, Verlust vom Vortag, …)

Dennis Masche: Wenn ich krank bin, trade ich überhaupt nicht. Das Problem ist, dir geht es einfach nur schlecht und das wirkt sich auf deine Trades aus. Du bist nicht 100% bei der Sache. Verluste gehören zum Geschäft genauso wie Gewinne. Ich mache da keinen Unterschied. Wenn ich den einen Tag auf die „Fresse“ bekomme, dann stehe ich auf und kämpfe weiter. Ein Boxer hängt ja auch nicht seinen Job an den Nagel, nur weil er etwas auf die Nase bekommen hat.

 

InsideTrading: Was kommt dir als erstes bei dem Wort “Risikomanagement” in den Sinn?

Dennis Masche: Fallschirmspringen. Kein Risikomanagement ist wie ein Sprung ohne Fallschirm.

 

InsideTrading: Angenommen du hättest 2 Stunden um einen “blutigen Anfänger” auf die nächsten Meisterschaften vorzubereiten. Wie würdest du starten?

Dennis Masche: Ich würde ihm die Grundlagen erklären und den Rest würde ich über die Psyche machen, denn das Problem der Anfänger ist einfach, dass sie aufgeben, weil es schwer wird.

Aber dass das Leben kein Ponyhof ist, und dass die Werbung der meisten Coaches nicht der Wahrheit entspricht, verstehen viele nicht.

 

InsideTrading: Kannst du uns etwas mehr über deine DAX-Trading-Strategie erzählen?

Dennis Masche: Im Krieg gibt es nicht die eine Strategie, welche alle Gegner besiegt. So ist es auch im Trading, es gibt nicht eine Strategie für alle Marktlagen.

 

Die Ergebnisse der letzten Meisterschaft: Deutsche Dax30-Trading-Meisterschaft.

 

 

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