Bollinger Bänder – Die Ober- und Unterseite der Bänder als Range handeln

Bollinger Bänder – Die Ober- und Unterseite der Bänder als Range handeln

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Wie handelt man Seitwärtsmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Seitwärtsmärkte sind besonders für Trendtrader eine gefährliche Marktphase, da sie oftmals nicht ausreichend in Seminaren behandelt werden – jeder will immer auf der großen Welle mitschwimmen, um zu erzählen, wie viele Punkte er gemacht hat. Leider geht dies jedoch nicht immer, da die Bedingungen phasenweise nicht vorhanden sind. Ähnlich wie beim Surfen muss auch beim Traden der Händler auf die nächste Gelegenheit warten. Die Zeiten zwischen den Wellen sind Flauten, in denen jede Form der Anstrengung sinnloser Aktionismus ist.

Daher ist es wichtig, in solchen Phasen die aggressiven Trendstrategien ruhen zu lassen und sich zwischen den Hochs und Tiefs der Seitwärtsphase treiben zu lassen.

Nachfolgend haben wir ein Beispiel vorbereitet, wie man diesen Handel mit Indikatoren umsetzen kann.

Bollinger Bänder – Die Ober- und Unterseite der Bänder als Range handeln

In Seitwärtsphasen laufen gleitende Durchschnitte zumeist mit leichten Ausschlägen nach oben und unten seitwärts, bzw. horizontal. Dadurch entstehen mehr oder weniger parallel verlaufende Bollinger-Bänder, die abhängig von der Schwankungsbreite des Marktes weiter oder weniger weit voneinander entfernt sind.

Wieso ist das so – Wie funktionieren die Bollinger Bänder?

Bollinger Bänder berechnen eine Art Konfidenzintervall Diese werden in der Statistik verwendet, um einen Bereich darzustellen, in dem die Wahrscheinlichkeit, dass sich Punkte oder in unserem Fall Preise darin befinden, einen bestimmten Wert erreicht. In der Wirtschaftswissenschaft wird angenommen, dass der Markt einer Normalverteilung folgt. Für diese gelten die folgenden Daumenregeln:

  • +/- 1 Standardabweichung enthält 68% aller Punkte, beziehungsweise Preise
  • +/- 2 Standardabweichungen enthält 95% aller Punkte, beziehungsweise Preise
  • +/- 3 Standardabweichungen enthält 99% aller Punkte, beziehungsweise Preise

Beim Einstellen des Indikators werden genau diese Standardabweichungen auf einen vom Trader wählbaren Wert gesetzt

Wie kann ich die Bollinger Bänder einsetzen?

Läuft der Markt in der Seitwärtsphase das obere Bollinger Band an, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis nicht wesentlich weiter steigen wird, relativ groß und man kann auf Reaktionen des Marktes achten, die auf eine Umkehr der Preisbewegung deuten lassen. Dies können Kerzen-Signale oder aber auch eine Seitwärtsphase in den kleineren Zeiteinheiten sein, die Unsicherheit signalisieren.

Wie auch in den vorangegangenen Fällen haben wir hier ein Beispiel im DAX erstellt:

Im Bild ist die oben beschriebene Situation recht gut zu erkennen. Nachdem der Markt beginnt, sich seitwärts zu bewegen, verlaufen die Bollinger Bänder annährend paralell (im Chart durch die obere und untere rote Linie zu erkennen). Sobald der Markt in dieser Seitwärtsphase eins der beiden Bänder erreicht und überschreitet, markiert dies einen möglichen relativen Wendepunkt und bietet Kauf- bzw. Verkaufsoptionen. Diese sind im Chart gelb markiert. Nachdem der Makrt rechts im Chart eine starke Bewegung beginnt und sein letztes Hoch durchbricht, ist die Seitwärtsbewegung aufgelöst und es werden keine weiteren Signale mehr anhand der Bollinnger Bänder identifiziert.

Mehr zur Berrechnung und der Funktionsweise von Bollingerbändern kann bei InsideTrading nachgelesen werden.

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Parabolic SAR – Dynamische Stop-Setzung – Positionsmanagement mit Indikatoren

Parabolic SAR – Dynamische Stop-Setzung – Positionsmanagement mit Indikatoren

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Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Nachdem wir nun zwei Möglichkeiten kennengelernt haben, Trends zu definieren, wollen wir uns dem Handel eines solchen Trends widmen. Dafür werden wir drei Indikatoren betrachten und nur kurz deren Signale erklären. Für diejenigen, die weitere Hintergründe zu den Funktionsweisen dieser Indikatoren erfahren möchte, haben wir einen weiterführenden, vertiefenden Artikel zu jedem Indikator angefügt – dieser kann durch einen einfachen Klick auf den jeweiligen Button geöffnet werden.

Parabolic SAR – Dynamische Stop-Setzung – Positionsmanagement mit Indikatoren

Der Parabolic SAR ist ein Indikator, der in Trendphasen seine ganze Stärke ausspielt. Er gibt dem Trader Positionen im Markt an, die basierend auf der Logik des Indikators zum aktuellen Zeitpunkt die bestmögliche Position für einen Stop-Loss sind. Auf diese Art und Weise sollen Verluste minimiert und Gewinne abgesichert werden. Der Indikator ist dabei in einer Form intelligent, da er, je länger eine Bewegung bereits gelaufen ist, immer aggressiver die in der Bewegung erzielten Gewinne absichert.

Wie funktioniert der Parabolic SAR?

Der Parabolic SAR kommt ursprünglich aus dem Optionshandel, in dem der Händler für das Halten einer Position bezahlt. Entsprechend stellt sich jeden Tag die Frage: „Soll die Position noch gehalten werden unter Anbetracht der Tatsache, dass sie morgen weniger Wert sein wird, sowie dem Risiko bereits erzielte Gewinne wieder zu verlieren“.

Genau diese Betrachtungsweise wird im Indikator und dessen Berechnungsweise reflektiert. So kann der Indikator über den Schritt- und den Maximum-Wert darauf eingestellt werden, wie schnell der Indikator nachgezogen werden soll. Für jede Periode, die eine Bewegung fortsetzt, erhöht sich die Aggressivität mit der der Indikator nachgezogen wird. Dies lässt sich auch im Bild unten gut erkennen, in dem sich der Abstand der blau gepunkteten Linie zu den Kerzen im Chart immer weiter verringert.

Wie kann man den Parabolic SAR anwenden?

Im folgenden Bild zeigen wir ein Beispiel, wie man mit dem Indikator in einem Trend seine Positionen absichern kann. Die Einstellungen, die für den Indikator in dem gezeigten Beispiel verwendet wurden, sind auch im Bild hinterlegt.
Parabolic SAR: Schritt 0.001 bei Maximum 0.2 (sehr konservative Einstellung, welche dem Markt viel Raum für Bewegungen lässt)
SMA 200 (blaue Linie)
MACD (12,26,9) (Schneller SMA 12, Langsamer SMA 26, Glättung 9 – alle Angaben sind Zeitperioden)
Die genauen Hintergründe zur Berechnung und der hinter dem Parabolic SAR versteckten Logik können dem unten verlinkten Artikel entnommen werden.

Das Kaufsignal des MACD lässt sich über den mit Hilfe der SMA 200 definierten Aufwärtstrend, sowie dem Schneiden der MACD und der Signallinie von unten nach oben begründen.

Beim Durchbrechen des Preises durch die blau gepunktete Parabolic SAR Linie wird die Position aufgelöst (verkauft). Dieser Ausstieg ist im Bild gelb hinterlegt und mit dem Text Label Ausstieg nach Parabolic SAR gekennzeichnet.

Mehr zur Berechnungsweise und der Anwendung des Indikators haben wir bei InsideTrading zusammengestellt.

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RSI – Relative Strength – Der relative Stärke-Indikator

RSI – Relative Strength – Der relative Stärke-Indikator

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Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Nachdem wir nun zwei Möglichkeiten kennengelernt haben, Trends zu definieren, wollen wir uns dem Handel eines solchen Trends widmen. Dafür werden wir drei Indikatoren betrachten und nur kurz deren Signale erklären. Für diejenigen, die weitere Hintergründe zu den Funktionsweisen dieser Indikatoren erfahren möchte, haben wir einen weiterführenden, vertiefenden Artikel zu jedem Indikator angefügt – dieser kann durch einen einfachen Klick auf den jeweiligen Button geöffnet werden.

RSI – Relative Strength – Der relative Stärke-Indikator

Der RSI dient dazu, überkaufte und überverkaufte Bereiche im Markt auszumachen und sich darauf  basierend im Markt zu positionieren. Wann sich nach der Logik des RSI ein Markt in einer der beiden Zustände befindet, kann man im Schema gut erkennen.

Fällt ein Markt stark genug, sodass der RSI unter die 30er Marke fällt, so spricht der technische Analyst von einer überverkauften Marktphase, während Werte oberhalb der 70er Marke für einen überkauften Markt sprechen.

Wichtig ist es zu verstehen, dass der Indikator basierend auf der Performance des Marktes berechnet wird. Steigt also ein Markt über längere Zeit stark an, so kann dies zu einer dauerhaft überkauften Phase führen. Daher ist es besonders beim Handeln gegen den Trend essenziell, seine Verluste durch das Verwenden eines Stop-Loss und entsprechendem Risikomanagement zu begrenzen.

Wie kann man den RSI im Trading anwenden?

Befinden wir uns in einem Aufwärtstrend und der Markt beginnt zu korrigieren, also gegen den aktuellen Trend zu laufen (zu fallen), so misst der RSI, ab wann diese Bewegung tendenziell ein Ende finden könnte, da sie bereits verhältnismäßig weit gelaufen ist. Auch dieser Indikator zielt also darauf ab, vom Mean-Reversion Effekt zu profitieren, also der Eigenschaft des Marktes, starke Bewegungen und Übertreibungen wieder zu korrigieren. Wie dies in der echten Welt aussehen könnte, haben wir anhand eines Beispiels im DAX aufgearbeitet. Auch hier gilt, dass nicht jeder Trade erfolgsversprechend ist. Hätte man in dem nachfolgenden Beispiel versucht, mithilfe des RSI anhand überkaufter Phasen Verkaufssignale abzuleiten, so hätte dies in jedem Fall zu Verlusten geführt.

Wie im Chart oben dargestellt, versucht man in einem Aufwärtstrend in überverkauften Phasen den Markt zu kaufen, wobei man eine überverkaufte Phase an RSI-Werten unterhalb 30 festmachen kann. Selbstverständlich können aber wie bei allen technischen Indikatoren auch andere Werte festgelegt werden.
Umgekehrt würde man in Abwärtstrends versuchen, überkaufte Situationen mit RSI-Werten größer als 70 zu verkaufen, um von gegebenenfalls weiter fallenden Kursen zu profitieren.

Weitere Infors zur Interpretation und Anwendung finden sich hier.

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Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig – der MACD

Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig – der MACD

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Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Nachdem wir nun zwei Möglichkeiten kennengelernt haben, Trends zu definieren, wollen wir uns dem Handel eines solchen Trends widmen. Dafür werden wir drei Indikatoren betrachten und nur kurz deren Signale erklären. Für diejenigen, die weitere Hintergründe zu den Funktionsweisen dieser Indikatoren erfahren möchte, haben wir einen weiterführenden, vertiefenden Artikel zu jedem Indikator angefügt – dieser kann durch einen einfachen Klick auf den jeweiligen Button geöffnet werden.

MACD Crossover – Das Schneiden der MACD mit der Signallinie

Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist ein klassischer Trendfolge-Indikator. Seine Handhabung ist sehr einfach. Er wird im MetaTrader unterhalb des Charts angezeigt und besteht aus einem Säulendiagram und einer gestrichelten Linie. Oftmals wird der MACD mit zwei Linien dargestellt, wobei die MACD Linie hier dem Säulendiagram entspricht und die gestrichelte Linie die Signallinie darstellt. Der Einfachheit halbe, wird im folgenden Abschnitt immer von MACD -und Signallinie die Rede sein.

Wie funktioniert der MACD?

Der MACD wird mithilfe zweier verschiedener, gleitender Durchschnitte errechnet. Dabei wird, anders als beim SMA-Crossover, der Abstand der beiden Durchschnitte in die Berechnung mit einbezogen. Wie bei den SMAs selbst auch, werden Signale durch Schnittpunkte von MACD- und Signallinie im Chart sichtbar.

Schneidet die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben, so ist dies ein Kaufsignal, erfolgt der Schnitt hingegen von oben nach unten, so ist dies ein Verkaufssignal.

Wie kann man den MACD im Trendtrading einsetzen?

Da man beim Traden mit dem MACD Positionen recht schnell wieder verlässt, sofern diese sich als unprofitabel herausstellen, auf der anderen Seite jedoch Positionen sehr lange laufen lassen kann, wenn sie Profite erzielen, ist der MACD ein sehr gut geeigneter Indikator zum Erzielen hoher Chance-Risiko-Vielfacher.  Das heißt, dass selbst wenn man oft mit seinen Trades einen Verlust realisieren muss, die Gewinne die Verluste um ein Vielfaches übersteigen und so das Handeln einer entsprechenden Strategie trotz allem sehr profitabel sein kann. Dass nicht jeder Trade erfolgreich ist, lässt sich auch den Beispielbildern entnehmen.

Bilder von MACD Trades:

Im ersten Bild ist die Steigung des gleitenden Durchschnitts mit der Periode 200 durchgehend negativ, daher nehmen wir nach unserer Trenddefinition einen Abwärtstrend an. Da wir uns in einem Abwärtstrend befinden, suchen wir nur nach Verkaufssignalen, um von einer Fortsetzung dieses Trendes zu profitieren. In der Mitte des Charts tritt eine starke Korrektur ein, also eine Aufwärtsbewegung gegen den noch intakten Abwärtstrend.
Allgemein sind Signale im MACD, die nach einer starken Korrekturbewegung entstehen, besonders aussagekräftig. Dies liegt am sogenannten Mean Reversion Effekt, welcher besagt, dass starke Bewegungen kurzfristige Übertreibungen darstellen, die nach kurzer Zeit von rationalen Marktteilnehmern zu einem normaleren Preis zurück bewegt werden – im optimalen Fall wie hier in Richtung des Trends.

Bild Nummer zwei zeigt das Gegenbeispiel und somit die Anwendung des MACD in einem Aufwärtstrend. Die Definition des Trends erfolgt wieder anhand der blauen SMA 200 Linie. Die Steigung ist durchweg positiv, was einen Aufwärtstrend definiert. Entsprechend hält der Trend-Trader nun Ausschau nach Schnittpunkten, bei denen die MACD die Signallinie von unten nach oben schneidet, um daraufhin Kaufpositionen im Markt zu eröffnen.

Weitere Details zu der Berechnung und zusätzliche Beispiele zur Anwendung des MACD kann man bei InsideTrading finden.

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Trends im DAX mit Indikatoren identifizieren

Trends im DAX mit Indikatoren identifizieren

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Trends im DAX mit Indikatoren identifizieren

Neben den Trenddefinitionen, wie sie in der Markttechnik verwendet werden, kann der aktuelle Markttrend zusätzlich oder alternativ über technische Indikatoren definiert werden, welche mit Hilfe vergangener Preisbewegungen berechnet werden.

Im folgenden Abschnitt stellen wir zwei Möglichkeiten vor, Trends im DAX mit Hilfe von gleitenden Durchschnitten zu erkennen.

SMAs – Simple Moving Averages oder auch einfache gleitende Durchschnitte

Trenderkennung über die Steigung von gleitenden Durchschnitten:

Die Bestimmung von gleitenden Durchschnitten ist typisch für die Zeitreihenanalyse. Anders als beim einfachen Durchschnitt, der alle Datenpunkte beachtet, werden beim einfachen gleitenden Durchschnitt nur die x letzten Werte für die Berechnung herangezogen. Um aus diesen Werten nun einen Trend zu erkennen, betrachtet man die Steigung von gleitenden Durchschnitten unterschiedlicher Perioden. Schnelle Durchschnitte (nur wenige Werte werden einbezogen) zeigen dem Händler das kurzfristige Momentum des Marktes an, während langsamere Durchschnitte (verhältnismäßig viele Werte werden beachtet) verwendet werden können, um die großen Bewegungen zu analysieren und zu beurteilen. Je steiler die Steigung der jeweiligen gleitenden Durchschnitte ist, desto stärker ist der Trend ausgeprägt, den der Durchschnitt misst.

Beispiel:

Wir nutzen einen SMA 50 (rote Linie) und einen SMA 200 (blaue Linie), wobei SMA für Simple Moving Average bzw. einfacher gleitenden Durchschnitt steht. Beim SMA 50 wird ein Durchschnitt der letzten 50 Kursstellungen und beim SMA 200 ein Durschnitt aus den letzten 200 Kursstellungen gebildet. Mit dem 50er SMA bestimmen wir das aktuelle Momentum. Den 200er SMA nutzen wir, um den Trend des Gesamtmarktes zu definieren. Ist die Steigung von beiden positiv, so deutet dies auf einen gesunden Aufwärtstrend hin, nimmt die Steigung des 50er SMA zu oder ab, so lässt dies auf ein sich veränderndes Momentum schließen. Dreht die Steigung des schnellen gleitenden Durchschnittes (SMA 50), so ist dies bei dieser Form der Trenddefinition bereits ein Warnzeichen. Dreht die Steigung des langfristigen gleitenden Durchschnittes (SMA 200), so hat der Trend sich umgekehrt.

Die eingezeichneten Dreiecke unterhalb der Gleitenden Durchschnittle sollen helfen, die Steigung besser zu verdeutlichen. Je länger dabei die senkrechte Linie ist, desto höher ist die Steigung im jeweiligen Zeitabschnitt gewesen. Die wagrechte Linie wird immer gleichlang gehalten, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Um die gleiche Länge einer Linie zu erhalten, kann man diese im Metatrader kopieren. Hierfür muss die bereits eingezeichnete Linie einfach mit einem Doppelklick ausgewählt werden und dann während dem Gedrückthalten der STRG-Taste mit einem gehaltenen Linksklick bewegt werden. Daraufhin wird eine neue Linie erzeugt, die genau die selben Eigenschaften wie die originale Linie hat, wobei dir originale an der selben Stelle bleibt, wie vor dem Kopieren der Linie.

Trenderkennung über die Reihenfolge der gleitenden Durchschnitte im Chart

Eine andere Variante, die auch auf Gleitenden Durchschnitten basiert, achtet auf die Schnittpunkte von gleitenden Durchschnitten unterschiedlicher Geschwindigkeiten. Diese Trenddefinition klingt zunächst ähnlich der zuerst vorgestellten Variante – sie ist jedoch im direkten Vergleich mit gleichschnellen SMAs um einiges träger.

Prinzipiell ist der Ansatz vom Verständnis her vergleichbar. Man verwendet zwei oder mehr gleitende Durchschnitte, um mit ihnen die einzelnen Trendstärken im Markt zu messen. Befinden sich alle Durchschnitte in der richtigen Reihenfolge, liegt ein Trend vor.

Dabei ist die Anforderung an einen Aufwärtstrend, dass die schnellen Durchschnitte oberhalb der langsamen Durchschnitte liegen und die Definition eines Abwärtstrends, dass die schnellen unter den langsameren Durchschnitten im Chart sichtbar sind.

Diese Form der Trenddefinition macht sich abschwächende Trends nicht so einfach deutlich, da das Signal binär ist, also entweder Trend besteht oder Trend besteht nicht. Dies ist aber gerade für Einsteiger ggf. etwas angenehmer.

Beispiel für einen Aufwärtstrend:

30 SMA (rote Linie) > 50 SMA (gelb-orange Linie) > 100 SMA (orange Linie) > 200 SMA (blaue Linie)

Beispiel für einen stabilen Abwärtstrend:

30 SMA (rote Linie) < 50 SMA (gelb-orange Linie) < 100 SMA (orange-Linie) < 200 SMA (blaue-Linie)

Selbstverständlich kann man beide Formen der Trenddefinition auch miteinander kombinieren, um neue für den persönlichen Handelsstil optimierte Regeln aufzustellen, nach denen man handelt.

Merke:

  • Es gibt verschiedene Wege, mit gleitenden Durchschnitten Trends zu definieren. z.B. Die Steigung oder die Reihenfolge der SMAs
  • Die schnellen gleitenden Durchschnitte sind dabei immer repräsentativ für das aktuelle Momentum, während die langsamen den großen Trend abbilden
  • Je nach Anwendung sind die Trenddefinitionen träger oder dynamischer – auch Kombinationen sind denkbar

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Wie erkennt man einen Trend im DAX

Wie erkennt man einen Trend im DAX

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Wie erkennt man einen Trend im DAX

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im DAX einen Trend zu erkennen und zu definieren. Wir haben zwei davon zusammengefasst und mit Beispielen untermauert. Trends kann man zum einen mit Hilfe der Markttechnik und zum anderen unter Zuhilfenahme von Indikatoren identifizieren.

Trends im DAX mit der Markttechnik erkennen

In der Markttechnik versucht man, ohne Indikatoren – nur unter Zuhilfenahme des Charts – einen Trend zu erkennen. Wir stellen diese Herangehensweise hier vor, da sie eine der am meist verbreiteten Trenddefinition ist. Viele Trader schwören darauf und bezeichnen sie als Grundlage für jede Form des Trendhandels.

Die Methodik orientiert sich dabei an den Hochs und Tiefs, die sich in einem Trend ausbilden. Prinzipiell bewegt sich ein Markt immer in eine der drei Richtungen – aufwärts, abwärts oder seitwärts. Diese Bewegungen im Preis sind dabei allerdings aufgrund der Eigenarten eines Marktes nicht geradlinig, da durch die Käufe und Verkäufe der Trader sowie deren unterschiedliche Ansichten über den fairen Preis Abweichungen entstehen. Dies ist vergleichbar mit Ebay-Auktionen, bei denen alle Bietenden dem Produkt einen anderen Wert beimessen und so für ähnliche oder gar gleiche Produkte unterschiedliche Preise zustande kommen.

Diese Abweichungen unterteilt man in zwei Typen: Bewegungen mit dem Trend – sogenannte Progressionsphasen und Bewegungen gegen den Trend – sogenannte Korrekturen. Beim Trendhandel versucht man, diese Gegenbewegungen beziehungsweise Korrekturen auszunutzen, um zu günstigen Kursen in einem Trendmarkt einzusteigen und von den kommenden Progressionsphasen zu profitieren.

Merke:

  • Ein Markt bewegt sich in Trends – diese Bewegungen sind jedoch nicht geradlinig
  • Bewegungen gegen die aktuelle Trendbewegung nennt man Korrekturen. Diese versucht der Trendhändler zu nutzen, um günstig in den Trendmarkt einzusteigen.
  • Bewegungen mit der Trendbewegung nennt man Progressionsphasen

Aufwärtstrends im DAX

Um einen Trend mit Hilfe der Markttechnik zu identifizieren, betrachtet man die Hochs und die Tiefs im Chartbild – dabei kann man einen Aufwärtstrend an steigenden Hoch- und steigenden Tiefpunkten erkennen. Wie dies im Dax in einem Linienchart vereinfacht aussehen könnte, haben wir in dem Bild schematisch dargestellt.

Hier ein Beispiel aus dem ein Stundenchart (H1-Chart) des DAX. Bei diesem Chart zeigt jede Kerze die Entwicklung des Kurses in einer Stunde. Die Pfeile zeigen die höheren Hoch- und Tiefpunkte in der neuen Bewegung.

Abwärtstrends im DAX

Um einen Trend mit Hilfe der Markttechnik zu identifizieren, betrachtet man die Hochs und die Tiefs im Chartbild – dabei kann man einen Abwärtstrend an fallenden Hoch- und fallenden Tiefpunkten erkennen. Wie dies im Dax in einem Linienchart vereinfacht aussehen könnte, haben wir in dem Bild schematisch dargestellt.

Wie dies in einem echten DAX Chart aussehen könnte, lässt sich der folge Darstellung entnehmen. Auch hier sind die entsprechenden tieferen Tiefs und tieferen Hochs mit Pfeilen gekennzeichnet. Anhand der Stärke der Bewegung lässt sich hier gut erkennen, dass es sich potenziell um eine Korrektur im größeren Trend handelt.

Seitwärtsmarkt im DAX

Bewegt sich ein Markt ohne erkennbare Ausschläge nach oben oder unten seitwärts, so korrigiert der Markt seine vorangegangenen Bewegungen über die Zeit. In diesen Stadien ist es dem Markt unklar, ob es weiter nach oben oder unten gehen soll. Es ist vollkommen natürlich, dass Menschen für weitere Entscheidungen Zeit brauchen – mit dem Markt ist es eben nicht anders. Wichtig ist nur, sich in solchen Momenten nicht verunsichern zu lassen und sie klar zu identifizieren, denn mit Trendstrategien tendiert man dazu, in diesen Marktphasen Federn zu lassen – also Geld zu verlieren. Andere Strategien sind genau für diese Phasen ausgelegt und Händler, die diese erkennen, können in hohem Maße davon profitieren.

Das nachfolgende Bild zeigt eine Seitwärtsphase im H1 Chart des DAX:

Der gelb hinterlegte Bereich soll dabei den Seitwärtsmarkt hervorheben. Es ist damit die Phase, in der sich keine Seite des Marktes durchsetzen konnte – es wurden weder nachhaltige neue Hochs noch Tiefs erreicht.

Merke:

  • In der Markttechnik werden Trends über die Hoch- und Tiefpunkte im Markt definiert
  • In der Markttechnik werden keine Indikatoren verwendet
  • Ein Markt hat drei Trendrichtungen: aufwärts, abwärts und seitwärts.

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