Die zweite Runde der Deutschen Trading-Meisterschaften steht vor der Tür! Den besten Risikomanager des letzten Jahres haben wir für euch noch einmal ausgefragt. Dennis Masche stand uns Rede und Antwort. Er hat sich auch bereiterklärt eure Fragen zu beantworten. Hinterlasst dazu einfach einen Kommentar unter dem Artikel.

 

Hallo Dennis Masche,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast uns ein paar Fragen zu beantworten. Zum Warm-Up starten wir mal mit ein paar Fragen zum locker werden und damit unsere Leser dich auch persönlich besser kennenlernen.

 

Warm-Up: Wer ist Dennis Masche?

Was gab es bei dir heute zum Frühstück?
Heute zum Frühstück, naja normalerweise frühstücke ich nicht so oft. Wenn ich frühstücke, hätte ich mir ein Müsli mit Rosinen und einer frischen Banane gemacht. Dazu einen schwarzen Kaffee, der mir erst den Start in den Tag erlaubt

Sport oder Couch?
Lieber Sport, da ich finde, dass wir in der modernen Zeit viel zu wenig tuen, was uns und unserm Körper/Geist zugutekommt.
Ich hasse es nur rumzusitzen. Ich möchte mein Leben nicht auf einer Couch oder vorm TV-Gerät verbringen und möchte etwas tun, was erleben. Das Leben ist zu wertvoll, um es langweilig zu verbringen.
Deshalb würde ich immer Sport vorziehen, am besten an der frischen Luft. Ich gebe zu, dass es in Frankfurt nicht immer so „frisch“ ist, aber in meiner Heimat, dem Weserbergland, kann man wunderbar laufen und wandern gehen.
Würde ich mich auf die Couch setzen, dann würde ich mir höchstwahrscheinlich meinen Laptop nehmen und arbeiten.

Was bestellst du in einer Bar?
Ein Ipanema; das ist ein alkoholfreier Mochito. Früher war ich öfters unterwegs, aber mit der Zeit und dem Drang nach Erfolg, sitze ich lieber am Schreibtisch als an der Bar.

Welches Buch und welche Serien darf man nicht verpassen?
Bücher: Der große Gatsby (The great Gatsby)!!!!
DVDs: House of Cards, Suits, White Colour, The man in the high Castle

 Jason Bourne oder James Bond?
Natürlich James Bond. Ich kann Matt Damon in seiner Rolle nicht ernst nehmen, da ich ihn immer mit Will Hunting aus Good Will Hunting assoziiere.
James Bond ist einfach Klassik, Ian Flemings Roman Figur ist einfach gesagt nur genial.

CFD oder Future?
Ich bin mit CFDs groß geworden. Future haben Vorteile und sollten nur ab einem gewissen Kapital gehandelt werden, so wie CFDs auch.

 

 

SCHLUSS MIT LUSTIG – JETZT WIRD ES ERNST!

Jetzt verlassen wir die Phase des Smalltalks und werden etwas ernster. Als einer der besten Trader Deutschlands wollen wir natürlich mehr über deinen Handelsansatz erfahren und wissen, wie wir dir bei der nächsten Runde der Deutschen Trading-Meisterschaft deinen Titel streitig machen können.

 

InsideTrading: Dennis, wenn Leute dich auf einer Party fragen, “Was machst du beruflich?”, was antwortest du denn?

Dennis Masche: Ich antworte den Menschen, dass ich selbstständig mit Wertpapieren und Derivaten handle. Viele sagen dann: „Du bist Broker!“

Das muss ich dann erstmal klarstellen. Viele denken nämlich immer, dass der im Jahr 2013 erschiene Film „The Wolf of Wall Street“ Lifestyle auch in der Realität dem Leben eines Traders entspricht. Das stimmt aber nicht – zumindest nicht für mich.

 

InsideTrading: Seit wie vielen Jahren bist du jetzt an den Märkten aktiv und mit welchen Produkten hast du angefangen?

Dennis Masche: Aktiv bin ich bald seit 4 Jahren. Wenn ich jetzt zurückblicke, dann fühlt es sich schon komisch an. Ich bin damals eine komplett andere Person gewesen. Mit der Zeit habe ich mich einfach entwickelt: vom anfänglichen Handel mit mini-CFDs und Forex über den Handel von Aktien, Zertifikaten und ab und zu mal Optionen. Es ist einfach interessant, wie ich und mein Kapital mit der Zeit gewachsen sind. Ich finde eine Reinvestition auch ganz vernünftig, denn sonst weiß man nicht viel mit dem neuen „Reichtum“ anzufangen, außer ihn in Irration zu veräußern oder sich Sachen zu kaufen.

Ich dachte früher auch so: „Schnelles Geld kann man an der Börse machen!“

Mit der Zeit hat sich gezeigt, dass dieses nicht der Fall ist und ich nicht nur in Aktien sondern auch in mich investieren sollte. Zeit und Fleiß sind wichtige Faktoren. Das wusste ich früher nicht.

 

InsideTrading: Erinnerst du dich noch an deinen ersten Kauf?

Dennis Masche: Mein erster Trade war der DAX. Ich habe ihn damals geshortet, das weiß ich noch ganz genau. Damals war ich eher pessimistisch gegenüber dem Markt und habe mich viel an Analystenmeinungen gehalten. Heute weiß ich, dass es auch diese „Börsen-Profis“ nicht immer drauf haben. Das war ein sehr naives Denken.

 

InsideTrading: Wie sieht der perfekte Trading-Tag für dich aus und welche Rolle spielen die Nachrichten dabei?

Dennis Masche: Zuerst muss ich sagen: Es gibt keinen perfekten Trading-Tag. Es gibt gute Tage, an denen man keinen Verlust macht und dann gibt es gute Tage, von denen man lernen kann.

Im Großen und Ganzen ist es so: Ich stehe auf, am besten vor meinem Wecker, mache mir einen Kaffee, höre etwas Musik, schaue nebenbei Bloomberg.

Nachdem das Koffein wirkt, schaue ich mir die Kurse an, was ist in der Nacht passiert, was hat den Markt beeinflusst.

Dann nehme ich mir einen Zettel und schreibe mir Szenarien für den Tag und das Produkt handel ich dann, je nachdem, wie sich der Chart verändert.

Natürlich darf ich nicht die News Veröffentlichung vergessen, aber die ist dort schon mit eingeplant.

Nachdem ich meinen ersten Trade getätigt habe, schaue ich mal etwas in mich. Wie fühle ich mich, was sagt mein heutiges Wohlbefinden dazu?

Geht es mir gut so wie ich trade, habe ich Spaß oder werde ich gar übermütig?

So trade ich, bis ich keine Ambitionen mehr habe. Dann bereite ich den Tag nach und schaue mir an, welche Positionen trotz Gewinn schlecht und welche trotz Verlust gut waren und anders herum.

 

InsideTrading: Was muss passieren, dass du einen Tag nicht tradest? (Krankheit, Verlust vom Vortag, …)

Dennis Masche: Wenn ich krank bin, trade ich überhaupt nicht. Das Problem ist, dir geht es einfach nur schlecht und das wirkt sich auf deine Trades aus. Du bist nicht 100% bei der Sache. Verluste gehören zum Geschäft genauso wie Gewinne. Ich mache da keinen Unterschied. Wenn ich den einen Tag auf die „Fresse“ bekomme, dann stehe ich auf und kämpfe weiter. Ein Boxer hängt ja auch nicht seinen Job an den Nagel, nur weil er etwas auf die Nase bekommen hat.

 

InsideTrading: Was kommt dir als erstes bei dem Wort “Risikomanagement” in den Sinn?

Dennis Masche: Fallschirmspringen. Kein Risikomanagement ist wie ein Sprung ohne Fallschirm.

 

InsideTrading: Angenommen du hättest 2 Stunden um einen “blutigen Anfänger” auf die nächsten Meisterschaften vorzubereiten. Wie würdest du starten?

Dennis Masche: Ich würde ihm die Grundlagen erklären und den Rest würde ich über die Psyche machen, denn das Problem der Anfänger ist einfach, dass sie aufgeben, weil es schwer wird.

Aber dass das Leben kein Ponyhof ist, und dass die Werbung der meisten Coaches nicht der Wahrheit entspricht, verstehen viele nicht.

 

InsideTrading: Kannst du uns etwas mehr über deine DAX-Trading-Strategie erzählen?

Dennis Masche: Im Krieg gibt es nicht die eine Strategie, welche alle Gegner besiegt. So ist es auch im Trading, es gibt nicht eine Strategie für alle Marktlagen.

 

Die Ergebnisse der letzten Meisterschaft: Deutsche Dax30-Trading-Meisterschaft.