Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Nachdem wir nun zwei Möglichkeiten kennengelernt haben, Trends zu definieren, wollen wir uns dem Handel eines solchen Trends widmen. Dafür werden wir drei Indikatoren betrachten und nur kurz deren Signale erklären. Für diejenigen, die weitere Hintergründe zu den Funktionsweisen dieser Indikatoren erfahren möchte, haben wir einen weiterführenden, vertiefenden Artikel zu jedem Indikator angefügt – dieser kann durch einen einfachen Klick auf den jeweiligen Button geöffnet werden.

RSI – Relative Strength – Der relative Stärke-Indikator

Der RSI dient dazu, überkaufte und überverkaufte Bereiche im Markt auszumachen und sich darauf  basierend im Markt zu positionieren. Wann sich nach der Logik des RSI ein Markt in einer der beiden Zustände befindet, kann man im Schema gut erkennen.

Fällt ein Markt stark genug, sodass der RSI unter die 30er Marke fällt, so spricht der technische Analyst von einer überverkauften Marktphase, während Werte oberhalb der 70er Marke für einen überkauften Markt sprechen.

Wichtig ist es zu verstehen, dass der Indikator basierend auf der Performance des Marktes berechnet wird. Steigt also ein Markt über längere Zeit stark an, so kann dies zu einer dauerhaft überkauften Phase führen. Daher ist es besonders beim Handeln gegen den Trend essenziell, seine Verluste durch das Verwenden eines Stop-Loss und entsprechendem Risikomanagement zu begrenzen.

Wie kann man den RSI im Trading anwenden?

Befinden wir uns in einem Aufwärtstrend und der Markt beginnt zu korrigieren, also gegen den aktuellen Trend zu laufen (zu fallen), so misst der RSI, ab wann diese Bewegung tendenziell ein Ende finden könnte, da sie bereits verhältnismäßig weit gelaufen ist. Auch dieser Indikator zielt also darauf ab, vom Mean-Reversion Effekt zu profitieren, also der Eigenschaft des Marktes, starke Bewegungen und Übertreibungen wieder zu korrigieren. Wie dies in der echten Welt aussehen könnte, haben wir anhand eines Beispiels im DAX aufgearbeitet. Auch hier gilt, dass nicht jeder Trade erfolgsversprechend ist. Hätte man in dem nachfolgenden Beispiel versucht, mithilfe des RSI anhand überkaufter Phasen Verkaufssignale abzuleiten, so hätte dies in jedem Fall zu Verlusten geführt.

Wie im Chart oben dargestellt, versucht man in einem Aufwärtstrend in überverkauften Phasen den Markt zu kaufen, wobei man eine überverkaufte Phase an RSI-Werten unterhalb 30 festmachen kann. Selbstverständlich können aber wie bei allen technischen Indikatoren auch andere Werte festgelegt werden.
Umgekehrt würde man in Abwärtstrends versuchen, überkaufte Situationen mit RSI-Werten größer als 70 zu verkaufen, um von gegebenenfalls weiter fallenden Kursen zu profitieren.

Weitere Infors zur Interpretation und Anwendung finden sich hier.