Wie handelt man Seitwärtsmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Seitwärtsmärkte sind besonders für Trendtrader eine gefährliche Marktphase, da sie oftmals nicht ausreichend in Seminaren behandelt werden – jeder will immer auf der großen Welle mitschwimmen, um zu erzählen wie viele Punkte er gemacht hat. Leider geht dies jedoch nicht immer, da die Bedingungen phasenweise nicht vorhanden sind. Ähnlich wie beim Surfen muss auch beim Traden der Händler auf die nächste Gelegenheit warten. Die Zeiten zwischen den Wellen sind Flauten, in denen jede Form der Anstrengung sinnloser Aktionismus ist.

Daher ist es wichtig, in solchen Phasen die aggressiven Trendstrategien ruhen zu lassen und sich zwischen den Hochs und Tiefs der Seitwärtsphase treiben zu lassen.

Nachfolgend haben wir ein Beispiel vorbereitet, wie man diesen Handel mit Indikatoren umsetzen kann.

Stochastics – Extrempunkte in der Seitwärtsphase erkennen

Der Stochastics ist der wohl bekannteste Indikator für Seitwärtsmärkte. Selbst seine Berechnungsformel ist speziell dafür ausgelegt, von diesen Marktphasen zu profitieren. Der Stochastics misst die Abstände zu aktuellen zyklischen Hochs und Tiefs (blaue Linie), in unserem Beispiel also die der Seitwärtsphase. Zusätzlich hat der Indikator noch eine glättende Funktion eingebaut, die in Form einer zweiten Linie sichtbar ist (rote Linie). Sobald die Linien sich schneiden, entsteht ein Signal. Gleich wie beim MACD ist dabei ein Schnitt von unten nach oben als Kauf- und von oben nach unten als Verkaufssignal zu interpretieren. Weitere Details zum Indikator und seiner Funktionsweise finden sich im unten verlinkten Artikel.

Im ausgewählten Zeitabschnitt bewegt sich der DAX trendlos seitwärts. Dies sind gute Bedingungen für den Stochastics. Wir haben die Einstellungen etwas langsamer gewählt, da wir auf einer höheren Zeiteinheit unterwegs sind und Bewegungen hier etwas zyklischer sind.

Schneidet die blaue die rote Linie von unten nach oben, so ist dies am Ende einer Abwärtsbewegung in trendlosen Märkten ein Kaufsignal nach dem Stochastics Indikator. Im Gegensatz dazu ist ein Schnitt der blauen mit der roten Linie von oben nach unten ein Verkaufssignal, sofern dieses am Ende einer Aufwärtsbewegung auftritt.

Der Stochastics ist je nach Einstellung ein sehr agiler Indikator, der sehr viele Signale erzeugt. Um ihn in einer Strategie zu implementieren, muss man sich mit den Besonderheiten des Indikators etwas näher vertraut machen, um nicht am Ende des Tages zu overtraden (also zu viele teils irrelevante Trades zu platzieren).