Wie handelt man Trendmärkte im DAX mit Indikatoren richtig

Nachdem wir nun zwei Möglichkeiten kennengelernt haben, Trends zu definieren, wollen wir uns dem Handel eines solchen Trends widmen. Dafür werden wir drei Indikatoren betrachten und nur kurz deren Signale erklären. Für diejenigen, die weitere Hintergründe zu den Funktionsweisen dieser Indikatoren erfahren möchte, haben wir einen weiterführenden, vertiefenden Artikel zu jedem Indikator angefügt – dieser kann durch einen einfachen Klick auf den jeweiligen Button geöffnet werden.

MACD Crossover – Das Schneiden der MACD mit der Signallinie

Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist ein klassischer Trendfolge-Indikator. Seine Handhabung ist sehr einfach. Er wird im MetaTrader unterhalb des Charts angezeigt und besteht aus einem Säulendiagram und einer gestrichelten Linie. Oftmals wird der MACD mit zwei Linien dargestellt, wobei die MACD Linie hier dem Säulendiagram entspricht und die gestrichelte Linie die Signallinie darstellt. Der Einfachheit halbe, wird im folgenden Abschnitt immer von MACD -und Signallinie die Rede sein.

Wie funktioniert der MACD?

Der MACD wird mithilfe zweier verschiedener, gleitender Durchschnitte errechnet. Dabei wird, anders als beim SMA-Crossover, der Abstand der beiden Durchschnitte in die Berechnung mit einbezogen. Wie bei den SMAs selbst auch, werden Signale durch Schnittpunkte von MACD- und Signallinie im Chart sichtbar.

Schneidet die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben, so ist dies ein Kaufsignal, erfolgt der Schnitt hingegen von oben nach unten, so ist dies ein Verkaufssignal.

Wie kann man den MACD im Trendtrading einsetzen?

Da man beim Traden mit dem MACD Positionen recht schnell wieder verlässt, sofern diese sich als unprofitabel herausstellen, auf der anderen Seite jedoch Positionen sehr lange laufen lassen kann, wenn sie Profite erzielen, ist der MACD ein sehr gut geeigneter Indikator zum Erzielen hoher Chance-Risiko-Vielfacher.  Das heißt, dass selbst wenn man oft mit seinen Trades einen Verlust realisieren muss, die Gewinne die Verluste um ein Vielfaches übersteigen und so das Handeln einer entsprechenden Strategie trotz allem sehr profitabel sein kann. Dass nicht jeder Trade erfolgreich ist, lässt sich auch den Beispielbildern entnehmen.

Bilder von MACD Trades:

Im ersten Bild ist die Steigung des gleitenden Durchschnitts mit der Periode 200 durchgehend negativ, daher nehmen wir nach unserer Trenddefinition einen Abwärtstrend an. Da wir uns in einem Abwärtstrend befinden, suchen wir nur nach Verkaufssignalen, um von einer Fortsetzung dieses Trendes zu profitieren. In der Mitte des Charts tritt eine starke Korrektur ein, also eine Aufwärtsbewegung gegen den noch intakten Abwärtstrend.
Allgemein sind Signale im MACD, die nach einer starken Korrekturbewegung entstehen, besonders aussagekräftig. Dies liegt am sogenannten Mean Reversion Effekt, welcher besagt, dass starke Bewegungen kurzfristige Übertreibungen darstellen, die nach kurzer Zeit von rationalen Marktteilnehmern zu einem normaleren Preis zurück bewegt werden – im optimalen Fall wie hier in Richtung des Trends.

Bild Nummer zwei zeigt das Gegenbeispiel und somit die Anwendung des MACD in einem Aufwärtstrend. Die Definition des Trends erfolgt wieder anhand der blauen SMA 200 Linie. Die Steigung ist durchweg positiv, was einen Aufwärtstrend definiert. Entsprechend hält der Trend-Trader nun Ausschau nach Schnittpunkten, bei denen die MACD die Signallinie von unten nach oben schneidet, um daraufhin Kaufpositionen im Markt zu eröffnen.

Weitere Details zu der Berechnung und zusätzliche Beispiele zur Anwendung des MACD kann man bei InsideTrading finden.